Hi, mein Name ist Heidi Wöbber.
Genauso wie der ehemalige Schweizer Eishockeyspieler Bruno Steck wurde ich am 16. März 1971 geboren. Sein erster Schrei wurde in Langnau vernommen, meiner ertönte in Cuxhaven, wo ich seitdem – mit einer kurzen Unterbrechung von 2 Jahren – lebe. Ansonsten haben Bruno Steck und ich wahrscheinlich wenig gemeinsam. Von Eishockey habe ich keine Ahnung, ich war noch nie in der Schweiz (außer im Flughafen Zürich zum Umsteigen) und meine Berge sind das Meer. Die Schweiz, das ist für mich der Apfel-vom-Kopf-schießende Wilhelm Tell, Käsefondue und Toblerone, die ich allerdings fast mein gesamtes Leben lang falsch in Stücke gebrochen habe. Man muss das abzubrechende Stück nämlich zum nächsten Stück hin drücken, nicht von ihm weg. Wer das nicht versteht: Es gibt Videos dazu auf YouTube.
Allerdings gibt es doch etwas, was mich mit der Schweiz verbindet – und das ist mein Name: HEIDI. Meine Mutter hat die Bücher der Schweizer Autorin Johanna Spyri, „Heidis Lehr- und Wanderjahre“ und „Heidi kann brauchen, was es gelernt hat“ – was für Titel – so sehr geliebt, dass sie ihre erste Tochter (mich) nach der Titelheldin benannt hat. Na ja, eigentlich hieß die Adelheid, was meine Mutter glücklicherweise nicht so toll fand. Mein Vater hätte mich übrigens lieber Silke genannt, konnte sich jedoch nicht durchsetzen.
Besonders als Kind habe ich mit meinem Namen gehadert. Seit 1977 lief im deutschen Fernsehen die japanische Zeichentrickserie „Arupusu No Shoujo Haiji“, zu deutsch in etwa: Heidi, Mädchen der Alpen. Und jeder, wirklich jeder kennt das Titellied von Gitti und Erika: „Heidi, Heidi, deine Welt sind die Berge …“, was kreative Grundschul-Mitschüler schon mal in „deine Welt sind die Zwerge“ umgedichtet haben. Und selbst heute kommt es noch (selten) vor, dass jemand dieses Lied anstimmt, wenn er meinen Namen hört. Der Vorteil dieser Serie ist allerdings, dass mein Name in vielen Ländern bekannt ist, denn sie lief nicht nur in Japan und Deutschland, sondern in vielen anderen europäischen Ländern.
Und na ja – und es mögen mir alle diesen Namens verzeihen – Silke hätte ich auch nicht so super gefunden …
